Domstift arrow Museum arrow Ausstellung
Dommuseum Drucken

Sonderausstellung vom 17. Juni bis zum 10. Oktober 2013:

BOCK AUF STOFF
Franz Bock und die textile pracht des Mittelalters

Im 19. Jahrhundert sammelte der Aachener Kanoniker Franz Bock gezielt Abschnitte antiker und mittelalterlicher Luxusstoffe als Vorbilder für die heimische Seidenmanufaktur. Auch von Gewändern aus dem Brandenburger Domschatz trennte er Stoff- und Stickmuster ab. Später verkaufte er seine Sammlung an die entstehenden Kunstgewerbemuseen in ganz Europa. So finden sich Teile der Brandenburger Gewänder heute in Paris, London, Wien, Berlin, Karlsruhe.

Die Ausstellung „Bock auf Stoff“ erzählt vom Sammeln, Erforschen und Kopieren, aber auch von textiler Pracht, versierten Handwerkern und mittelalterlichem Recycling.

Denn natürlich hatte nicht nur Bock Bock … 

 

Vom 31. Mai bis zur Eröffnung der Sonderausstellung am 16. Juni um 18 Uhr bleibt das Dommuseum wegen Umbauarbeiten geschlossen. 

 

 

Dauerausstellung

 

Als Bischof Wilmar (1161 – 1173) das Domkapitel Brandenburg gründete und an der heutigen St. Gotthardtkirche ansiedelte, knüpfte er an eine Tradition an, die im Jahre 948 ihren Anfang genommen hatte.

Damals hatte Otto der Große das Bistum Brandenburg als einen Ausgangspunkt der Slawenmission gegründet. Das Scheitern der ottonischen Ostpolitik im Jahre 983 brachte auch das Ende des Bistums mit sich. Es dauerte fast 150 Jahre, bis ein Neuanfang gelang.

Die Ausstellung  präsentiert bedeutende Kunstwerke, wie die Gründungsurkunde von 948. Zu den frühesten christlichen Zeugnissen in Brandenburg zählt eine romanische Grabstele, die erst vor zwei Jahr bei Ausgrabungen entdeckt worden ist. Das 800 Jahre alte Brandenburger Hungertuch zeigt Bildstickereien aus der Lebensgeschichte Christi.

Ein eigener Raum ist den Themen Jenseitsvorsorge und Rechtfertigung gewidmet: Stiftungen aus Sorge um das Seelenheil, wie der Allerheiligenalter oder eine Pietà aber auch das reformationszeitliche Lehrbild "Gesetzt und Gnade", das die lutherische Sicht auf die Erlösung beschreibt.

Nach der Reformation blieb das Domstift zwar erhalten. Es diente vor allem als Versorgungseinrichtung für den märkischen Adel, auf den auch die Gründung der Ritterakademie zurückgeht.

Über die gesamte Geschichte hinweg wurde am Dom gebaut, verbessert und umgestaltet. Urkunden und Pläne zeigen die jahrhunderte lange Baugeschichte des Domes.