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Aufgaben:
Das Domstiftsarchiv besteht seit Gründung des Hochstifts Brandenburg im Jahr 948.
Es bewahrt Quellen:
- zur Geschichte des Domstifts und des Hochstifts Brandenburg
- zur Siedlungs- und Kirchengeschichte der Mark Brandenburg im Mittelalter
- zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Dörfer und Güter des Domstifts
- zur Geschichte des märkischen Adels und des brandenburgisch-preußischen Staates
- zur Geschichte der Ritterakademie
Das Domkapitel bewilligt die Zahlung von Geldern
für die Universität Frankfurt/Oder, 1506 (U. 527)
Außerdem übt das Domstiftsarchiv eine Depositalfunktion für gefährdete Kirchenarchive und historische Kirchenbibliotheken der Mark Brandenburg aus. Aufgabe des Archivs ist es, diese Quellen zu erschließen und für die Benutzung bereitzustellen.
Archivbestand:
- Bischöfe (Hochstift) 948-1552
- Domkapitel 1161-1945
- Domstift ab 1945
- Ritterakademie 1704-1947
- 193 Pfarrarchive und Ephoralarchive als Deposita
- Nachlässe und Sammlungen
Verzeichnis der deponierten Pfarrarchive einschließlich Kirchenbücher (PDF, 262 KB)
Bibliotheksbestand:
Domstiftsbibliothek und deponierte historische Kirchenbibliotheken aus der Mark Brandenburg:
- ca. 43.000 Bände, davon
- 12 mittelalterliche Handschriften
- 246 Inkunabeln
- ca. 6300 Drucke des 16. Jahrhunderts
- umfangreiche Bestände des 17. bis 19. Jahrhunderts
- ca. 570 historische Notendrucke
- ca. 2.500 Personalschriften
- ca. 700 Bibeln
- ca. 1.000 Gesangbücher
- ca. 28.500 Schulprogramme
- moderne Forschungsliteratur im Lesesaal
Standortkatalog der Dienstbibliothek (PDF)
Hinweise für Familienforscher:
In unserem Archiv befinden sich Kirchenbücher aus dem Gebiet der ehemaligen Landeskirche Berlin-Brandenburg (jetzt: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz).
Aufgrund der Vielzahl der bei uns deponierten Pfarrarchive können wir keine Recherchen in Kirchenbüchern durchführen und Auszüge nur auf gerichtliche Anforderung anfertigen.
Es besteht jedoch die Möglichkeit, selbst in unser Archiv zu kommen und in den Kirchenbüchern nach den gesuchten Daten zu suchen.
Da die Daten der im Domstiftsarchiv befindlichen Kirchenbücher nicht zentral erfasst sind, ist eine Nachforschung nur möglich, wenn der Ort, in dem die gesuchten Personen gelebt haben, bekannt ist.
Aus unserem Verzeichnis der deponierten Pfarrarchive (siehe oben) können Sie ersehen, aus welchen Orten Kirchenbücher bei uns vorhanden sind. In dieser Übersicht ist auch vermerkt, welche Kirchenbücher bereits verfilmt worden sind und somit nicht mehr im Original, sondern nur noch per Mikrofiche bei uns oder im Landeskirchlichen Archiv Berlin, Bethaniendamm 29, 10997 Berlin, Tel: 0 30 / 22 50 45 - 0 (Zentrale) benutzt werden können. Da die Verfilmung noch nicht abgeschlossen ist, empfehlen wir, sich vor Ihrem Archivbesuch über den aktuellen Stand beim Landeskirchlichen Archiv zu informieren.
Sind die Kirchenbücher des gesuchten Ortes nicht in unserem Depositalverzeichnis aufgelistet oder stehen nicht als Mikrofiche in Berlin zur Verfügung, dann befinden Sie sich in den zuständigen Pfarrämtern. Die Adressen finden Sie auf der Site der Landeskirche: Alphabetisches Verzeichnis der Kirchengemeinden. Kirchenbücher aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten befinden sich zum Teil im Evangelischen Zentralarchiv Berlin, Bethaniendamm 29, 10997 Berlin. Auf der Homepage des Evang. Zentralarchivs finden Sie auch Adressen weiterer Lagerungsorte von Kirchenbüchern aus den Gebieten östlich der Oder sowie andere Adressen für Familienforscher.
Gebühren:
Gebühren werden erhoben:
1. für die Benutzung des Archivs und seiner Hilfsmittel pro Tag und Person 5,00 €
2. für die Bereitstellung von Archivalien pro Bestellung 2,50 €
(als Bestellung gelten 2 Kirchenbücher oder 5 Akten)
3. für die Bereitstellung von Mikrofiches, pro Fiche 0,30 €
4. für Anfertigung von Kopien auf dem Reader-Printer durch den Benutzer selbst
pro Kopie 0,50 €
5. für Anfertigung von Kopien aus Archivalien oder Bibliotheksgut
pro Kopie 0,50 €
6. für schriftliche Auskünfte pro angefangene halbe Stunde 15,00 €
Die Möglichkeit der Herstellung von Kopien richtet sich nach dem Erhaltungszustand der Archivalien. Kopien aus Originalkirchenbüchern sind grundsätzlich nicht möglich, sondern nur aus bereits vorhandenen Kopien. Komplette Archivalien dürfen nicht reproduziert werden.
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