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Einblick in den mittelalterlichen Textilschatz des Domes

Die Werkstatt für Textilkonservierung und -restaurierung zeigt in Führungen Textilien aus dem 12. und 15. Jahrhundert.

Das Domstift verwahrt einen der größten liturgischen Textilschätze aus vorreformatorischer Zeit Europas. Konkret handelt es sich um etwa 120 Gewänder aus dem 11. bis 19. Jahrhundert, mit Schwerpunkt auf dem 15. Jahrhundert. Alle Textilien wurden im Brandenburger Dom in Gottesdiensten getragen und verwendet. Ein besonderes Stück ist dabei das sogenannte Hungertuch aus der Zeit um 1290. Das Hungertuch ist mit vier mal zwei Metern nicht nur die größte, sondern vor allem auch die älteste Stickerei im Brandenburger Textilschatz. Einen kleinen Einblick in den kostbaren Schatz erhalten Besucherinnen und Besucher im Dommuseum. In der aktuellen Ausstellung Mythos Maria sind Gewänder aus dem 15. Jahrhundert mit Metall- und Seidenstickereien, auf denen Maria dargestellt ist, zu sehen.  

Bei den Brandenburger Gewändertagen, die 2025 bereits zum fünften Mal stattfinden, ermöglicht Textilrestauratorin Geertje Gerhold einen einmaligen Blick in ihre Werkstatt und erläutert in Führungen zu unterschiedlichen Themen Wissenswertes über unsere jahrhundertealten Textilien.  

Da der Platz in der Restaurierungswerkstatt begrenzt ist, sollten Interessierte an den Führungen mit ihrer verbindlichen Anmeldung nicht lange warten.

 

10.-14. September 2025 
Brandenburger Gewändertage. Führungsreihe zum mittelalterlichen Textilschatz

11.30 Uhr: Vom Leinen- zum Goldfaden – Antike Textiltechnik im Mittelalter
13.30 Uhr: Hungertuch und Klappaltärchen – Stickereien des 13. bis 15. Jahrhunderts
15.30 Uhr: Außen Rand und Band – Schmuckbänder an mittelalterlichen Gewändern    

Eintritt
1 Führung 10 € pro Person
2 Führungen 15 € pro Person
3 Führungen 20 € pro Person

Anmeldung: textilkonservierung@dom-brandenburg.de oder Tel. 03381 2112226