Korporalienkästchen als Leihgabe auf Burg Cadolzburg zu sehen
Die über Jahrhunderte gerühmte, heute aber zu wenig bekannte Elisabeth steht im Mittelpunkt der Sonderausstellung im Stammsitz der fränkischen Zollern. Sie wird an ihrem bevorzugten Wohnort und Witwensitz Cadolzburg als klug agierende, selbstständige, mobile und aktiv mitwirkende Fürstin greifbar.
Hochwertige Leihgaben und abwechslungsreiche museale Erzählformen diese weibliche Führungskraft lebendig werden. Zu diesen Leihgaben zählt auch das Korporalienkästchen aus dem Bestand des Brandenburger Dommuseums, das im letzten Jahr in der Ausstellung "Keine Frau. Nirgends" zu sehen war.
Das Korporalienkästchen (um 1420/30) zeigt eine Perlen-, Gold und Seidenstickere auf Seide, die die Verkündigung an Maria darstellt. In einem solchen Kästchen verwahrte man das Korpoale (weißes Leinentuch), das während des Abendmahls unter Kelch und Patene lag und verhindert sollte, das Stückchen der geweihten Hostie verloren ging.

