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Maria am Brandenburger Dom

Ausstellungseröffnung „Mythos Maria“ im Dommuseum am 30. April


Das Dommuseum bereitet die Fortsetzung der Ausstellung Mythos Maria vor. In 2025 widmete sich die Ausstellung der Frage, was Maria kennzeichnet und ausmacht. In diesem Jahr wird anhand neuer Ausstellungsobjekte zusätzlich ihrem Lebensweg nachgegangen und ihrer Rolle nachgespürt, die sie in der Geschichte des Domes St. Peter und Paul hat.

Zu den spannendsten, neu gezeigten Objekten zählt ein sogenanntes Lektionar, eine liturgische Handschrift aus dem 14. Jahrhundert, dessen Prachteinband aus Silber, mit Halbedelsteinen besetzt, eine thronende Maria mit Kind zeigt. Es gehört neben dem Brandenburger Evangelistar zu den wertvollsten Büchern des Domschatzes.

Ein weiteres, auf den ersten Blick eher unauffälliges Highlight ist ein Einblattdruck einer bebilderten Ablassverkündigung von etwa 1510. Hier wird beschrieben, was zu tun ist, um eine Sünde erlassen zu bekommen und Maria wird als zentrale Bezugsfigur und Vorbild herausgestellt. Dieser Druck wurde in den 1990er Jahren im Einband eines anderen Buches entdeckt und bisher noch nicht in Brandenburg gezeigt. Das Buch wiederum ist Teil der Bibliothek der St. Katharinenkirche, die in der Domstiftsbibliothek fachgerecht aufbewahrt und zugänglich gemacht wird – im Brandenburger Dom laufen somit die Fäden der Geschichte der Stadt und des Landes Brandenburg an der Havel zusammen.

Am 30. April, um 17 Uhr, wird die Ausstellung „Mythos Maria“ im Dom eröffnet. Nach einem Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Brandenburg an der Havel, Daniel Keip, richtet Dr. Hartmut Kühne in seiner Festrede „Medien-Ablass-Ablassmedien um 1500. Beobachtungen an einem scheinbar unscheinbaren Ausstellungsobjekt" den Blick auf den präsentierten Einblattdruck.

Der Eintritt ist frei.