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Studie zur antijüdischen Plastik im Kreuzgang erschienen

Erster Band der neuen Schriftenreihe des Domstifts ab sofort erhältlich.


Die sus-et-iudaei-Plastiken (sogenannte „Judensäue“) des ausgehenden Mittelalters beschreiben das Judentum als sündige Absonderlichkeit, die gefährlich ist und Böses will. Die Bildsprache der Plastiken wurde über Jahrhunderte hinweg vielfach rezipiert, wobei sich ein Bedeutungswandel vollzog – vom vorwiegend theologisch begründeten Antijudaismus hin zu einer Schmähdarstellung unverhohlenen Judenhasses. Das Brandenburger Kapitell, das zwischen 1235 und 1250 entstanden ist, ist eines der frühesten bekannten dieses Themas. 

Theresa Jeroch hat die Brandenburger Schmähplastik untersucht und analysiert. Ihre Studie "Zwischen Spott und Dämonisierung. Die antijüdische Plastik im Brandenburger Dom" eröffnet die neue Reihe "Text und Kunst. Schriften des Domstifts Brandenburg" im Mitteldeutschen Verlag, die vom Domstift herausgegeben wird. In der Reihe werden künftig in loser Folge Monografien und Sammelbände mit Bezug zum Brandenburger Dom und seinem Umfeld veröffentlicht werden.

Der erste Band ist ab sofort im Buchhandel und im Domladen zu erhalten.