Der Dom zu Brandenburg an der Havel

Der Dom zu Brandenburg liegt auf einer Insel zwischen dem Beetzsee und der Havel. Das Ensemble aus Dom, Klausur, Kurien und Nebengebäuden prägt noch heute die Dominsel und das historische Stadtbild von Brandenburg an der Havel. Hier gründete König Otto I. im Jahr 948 das Bistum Brandenburg. Mit dem Bau des heutigen Doms ist um die Mitte des 12. Jh. begonnen worden. Um die Mitte des 15. Jh. ist der gotische Umbau abgeschlossen. Die qualitätvollen Kunstwerke stammen aus allen Epochen vom Mittelalter bis ins 20. Jh.

 Corona-Hinweise

Stand 12. April 2021

  • Der Dom ist ab dem 6. April geöffnet: Mo-Sa 10-17 Uhr, So 12-17 Uhr. Jedoch wird nur das Hauptschiff zugänglich sein. Die Petrikapelle bleibt geschlossen.
  • Der Nutzerraum im Domstiftsarchiv ist für persönliche Benutzungen geschlossen.
  • Gottesdienste und Andachten werden weiterhin unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln gefeiert.
  • Das Restaurant „Remise“ und das Hotel „Brandenburger Dom“ sind geschlossen. Geschäftsreisende können auf Anfrage übernachten.

Die Mitarbeitenden des Domstifts arbeiten im Regelfall im Home-Office, sind also nicht oder nur ausnahmsweise vor Ort anzutreffen. Sie sind aber während der üblichen Bürozeiten telefonisch und per Mail zu erreichen.

Wie bisher ist die SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg sowie Vorschriften der Stadt Brandenburg an der Havel zu beachten. Die AHA-Regeln gelten unverändert fort. Bitte beachten Sie auch weiterhin die übrigen Hygieneregeln und-empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Da sich die Infektionslage immer wieder ändert, müssen auch wir sehr kurzfristig Änderungen vornehmen. Informieren Sie sich bitte regelmäßig auf dieser Webseite oder an den Aushängen in unseren Schaukästen.

Die Geschichte des Doms

Gründungsurkunde für das Bistum Brandenburg Magdeburg 1. Oktober 948

948

Im Jahre 948 gründete König Otto I. das Bistum für die Slawenmission. Der Missionsversuch scheiterte im Jahr 983.

Gründungsurkunde für das Domkapitel Brandenburg Magdeburg zwischen März und Mai 1161

1161

Die Gründung des Domkapitels markiert die Wiedererrichtung des Bistums. 4 Jahre später wurde der Dom gebaut.

Grabstele, Mitte 12. Jh., Bernburger Sandstein

Mitte 12. Jh.

Die Stele wurde in der St. Petrikapelle entdeckt. Sie zählt zu den frühesten Belegen des Christentums in Brandenburg.

Grabstein des Peter von Thure gest. 1282

1282

Die älteste Grabplatte steht heute im nördlichen Querhaus. Der Heiligenschein zeigt die Bedeutung des Verstorbenen.

Der Zwölfjährige Jesus predigt im Tempel, Hungertuch um 1290

1290

Das Brandenburger Hungertuch ist das Prachtstück des Dommuseums. Auf 9m² zeigt es die Lebensgeschichte Christi.

Böhmischer Altar um 1380 Szenen aus dem Leben Petri

1380

Der Böhmische Altar stammt aus der Zeit, als der böhmische König Karl IV. Markgraf von Brandenburg wurde.

Kreuzaltar Tafelmalerei spätes 15. Jh.

Spätes 15. Jh.

Der Altar zeigt eine Kreuzigungsgruppe in der Mitte und auf den Flügeln die beiden Dompatrone. 

Epitaph für Adam von Königsmarck gest. 1632 Marmor und Alabaster

1632

Das Epitaph aus der Werkstatt des Magdeburger Künstlers Christoph Dehne ist ein Meisterwerk des Manierismus.

 
Ansicht und Grundriss des Domes um 1705

1705

Die Abbildung stammt aus dem Wappenbuch der Ritterakademie, einer Schule, die 1705 am Dom gegründet worden ist.

Die Orgel des Domes aus der Hand des Orgelbauers Jochim Wagner

1725

Die Orgel wurde 1725 intoniert. Als eine der wenigen Wagner-Orgeln ist sie fast ganz im Originalzustand erhalten.

Glasrosette im Westportal des Domes 1. Hälfte 19. Jh.

19. Jh.

Die Rosette geht auf ein Konzept Karl Friedrich Schinkels zurück, der zwischen 1833 und 1836 den Dom restaurierte.

Paul von Hindenburg als Domdechant um 1925

1925

1920 wurde Paul von Hindenburg Domdechant. Als Reichspräsident blieb er offiziell im Amt, ließ sich aber vertreten.

Domherr Ludwig Ziehen vertrat die Interessen des Doms.

1933

In der NS-Zeit war das Domstift gleichgeschaltet. Der Regierungspräsident in Potsdam bestimmte das Handeln. 

Blick in das Hauptschiff 1947

1947

Rechts ist die eingehauste Kanzel zu sehen. Dank der Luftschutzmaßnahmen blieb der Dom im Krieg fast unbeschädigt.

Abgestützter Kanzelpfeiler im Hauptschiff des Domes, 1963

1963

Anlässlich der 800Jahrfeier der Grundsteinlegung wurde auch die Statik der Arkadenpfeiler verbessert.

Prozession vom Dom zum neu eröffneten Domgymnasium

2006

Im Jahre 2006 wurde das Domgymnasium eröffnet. In Kita, Grundschule und Gymnasium werden rund 800 Kinder betreut.

Nordflügel 2009 nach Sanierung

2009

Die Sanierung der Nordklausur wurde 2009 abgeschlossen. Im Obergeschoss kamen dabei gotische Malereien ans Licht.

Tür zur Baustelle

2013

Die Sanierung und Pflege der Bausubstanz und der Kunstwerke gehört zu den vordringlichen Aufgaben des Domstifts.

Jubiläumseröffnung am 03.05.2015

2015

"Beständig Neu" - Das Domstift begeht mit Sonderausstellung, Festschrift und über 200 Veranstaltungen das 850-jährige Jubiläum des Domes.

 

Impressionen - ein virtueller Rundgang

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Alle Modalitäten dafür finden Sie hier



Neuer Bildband erschienen

Der Dom St. Peter und Paul steht dort, wo Brandenburgs Weg in die Geschichte begann. Hier befand sich die „Brandenburg“, der der Dom, die Stadt, die Mark und das heutige Bundesland ihren Namen verdanken. Mit seinen mehr als 850 Jahren zählt der Dom zu den frühesten monumentalen Bauten der nordeuropäischen Backsteingotik. Über Jahrhunderte hinweg waren die Markgrafen von Brandenburg, später die Könige von Preußen dem Dom auf das Engste verbunden und ließen ihn immer wieder entsprechend den Bedürfnissen der jeweiligen Zeit umbauen. Seit der im Sommer 2014 abgeschlossenen Sanierung erstrahlt das Wahrzeichen der Stadt Brandenburg in einer seit Jahrzehnten nicht mehr gesehenen Schönheit.
Die Texte zur Geschichte des Doms und seiner Kunstwerke werden begleitet von zahlreichen Fotografien, die das Wechselspiel von Licht und Schatten einfangen, das dem Dom zu Brandenburg an der Havel eine besondere Atmosphäre verleiht.

Sie können das Buch gegen Vorkasse beim Domstift erwerben (€ 25 zzgl. Porto+Verpackung). Bitte richten Sie Ihre Bestellung an museum@dom-brandenburg.de

Rezensionen:
Der Tagesspiegel 13.12.2020
Märkische Allgemeine Zeitung 04.01.2021
Die Kirche 14.02.2021